Toiletten unterwegs sind bei langen Wanderungen oft ein unterschätztes Thema. Tausende Teilnehmer, wenige sanitäre Anlagen und fehlende Hygiene sorgen bei vielen für Stress oder sogar Ekel.
Wer zum ersten Mal bei einer langen Wanderveranstaltung mitläuft merkt oft schnell, dass nicht nur Kondition, Schuhe und Verpflegung eine Rolle spielen. Ein Thema beschäftigt unterwegs fast alle Teilnehmer und trotzdem spricht kaum jemand offen darüber: Toiletten und sanitäre Anlagen.
Egal ob 30, 50 oder 100 Kilometer. Irgendwann muss jeder mal auf Toilette. Bei großen Events bedeutet das oft tausende Menschen auf einer einzigen Strecke mit denselben wenigen Möglichkeiten.
Gerade bei beliebten Veranstaltungen wie Mammutmarsch Dortmund oder ähnlichen Märschen entsteht dadurch ein Problem, das viele vorher gar nicht auf dem Schirm haben.
Viele Veranstalter setzen auf mobile Baustellentoiletten oder klassische Dixi Toiletten. Richtige Toilettenwagen mit Waschbecken, Wasser und vernünftiger Reinigung gibt es eher selten.
Oft fehlt unterwegs:
Das wird besonders dann schwierig, wenn man in einer späten Startgruppe unterwegs ist. Dann waren unter Umständen schon mehrere tausend Menschen vor einem auf der Strecke und haben dieselben Toiletten benutzt.
Vor allem bei warmem Wetter kann das schnell unangenehm werden. Der Geruch, die Hygiene und der allgemeine Zustand der Toiletten sind nicht für jeden leicht auszuhalten.
Wer selten campen geht oder keine Festivalerfahrung hat merkt oft erst dort, wie groß die persönliche Überwindung sein kann.
Ein Problem sieht man bei langen Märschen immer wieder: Manche trinken absichtlich zu wenig, weil sie Angst vor den Toiletten haben oder unterwegs keine passende Möglichkeit sehen.
Das kann schnell nach hinten losgehen.
Zu wenig Flüssigkeit führt bei langen Wanderungen oft zu:
Und im schlimmsten Fall wird genau dadurch der Marsch abgebrochen.
Deshalb sollte man das Thema vorher ernst nehmen und nicht erst unterwegs improvisieren.
Ein kleines Hygiene Set gehört eigentlich in jeden Wanderrucksack.
Sinnvoll sind:
Vor allem feuchte Tücher können unterwegs Gold wert sein. Wichtig ist aber: nichts davon in der Natur liegen lassen.
Auch biologisch abbaubare Tücher gehören nicht einfach in den Wald.
Gerade bei langen Wanderungen außerhalb von Städten gibt es oft deutlich mehr Möglichkeiten, kurz von der Strecke abzuweichen.
Wichtig dabei:
Viele erfahrene Wanderer gehen bewusst einige hundert Meter weiter weg von typischen Sammelstellen. Wenn an einer Stelle bereits viele Leute unterwegs sind sollte man lieber weitergehen und einen ruhigeren Bereich suchen.
Bei Veranstaltungen rund um Dortmund oder im ländlichen Bereich gibt es dafür oft mehr Möglichkeiten als mitten in Großstädten.
In Innenstädten wird das Ganze deutlich schwieriger.
Männer haben es unterwegs meistens einfacher. Für Frauen ist das Thema oft deutlich stressiger.
Mittlerweile gibt es zwar verschiedene Hilfsmittel für Frauen, die das erleichtern sollen, trotzdem bleibt die Situation unterwegs oft unangenehm.
Deshalb lohnt es sich besonders, das Thema vorher einmal praktisch zu testen:
Das klingt erstmal banal, kann aber bei langen Märschen einen echten Unterschied machen.
Wer regelmäßig lange Strecken wandert merkt irgendwann, dass solche organisatorischen Dinge fast genauso wichtig sind wie Training.
Eine gute Vorbereitung bedeutet auch:
Gerade bei Probewanderungen kann man viel herausfinden und testen bevor es bei einer großen Veranstaltung ernst wird.
Egal ob kurze Pause oder echte Notlösung im Wald: Die Natur sollte immer so hinterlassen werden, wie man sie vorgefunden hat.
Das bedeutet:
Lange Wanderungen leben davon, dass Veranstalter auch künftig Genehmigungen bekommen und Strecken nutzbar bleiben. Das funktioniert nur, wenn Teilnehmer verantwortungsvoll damit umgehen.
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