Eine durchdachte Ausrüstung entscheidet darüber, ob ein langer Marsch zum Erlebnis oder zur Qual wird. Wir zeigen dir, worauf es wirklich ankommt.
Wer einen langen Marsch plant, steht schnell vor einer schier endlosen Liste an Ausrüstungsgegenständen. Dabei gilt die eiserne Regel: Jedes Gramm zählt. Gerade bei Distanzen ab 20 Kilometern macht der Unterschied zwischen durchdachter und überschwerer Ausrüstung den ganzen Tag aus.
Kein Ausrüstungsgegenstand ist wichtiger als die Schuhe. Für lange Märsche auf befestigten Strecken eignen sich leichte Wanderschuhe oder gut eingelaufene Trailrunner besser als schwere Bergschuhe. Entscheidend ist das Einlaufen: Neue Schuhe haben bei einem Volksmarsch absolut nichts zu suchen. Mindestens 50 bis 80 Kilometer solltest du vor dem Event in deinen Schuhen zurückgelegt haben.
Der Rucksack sollte für Tagesetappen zwischen 20 und 40 Kilometern nicht schwerer als 8 bis 10 Prozent des Körpergewichts sein. Ein Tagesrucksack mit 20 bis 25 Litern Volumen reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Achte auf ein gut verarbeitetes Tragesystem mit Hüftgurt, der das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte verlagert.
Auch im Sommer können lange Märsche schweißtreibend beginnen und kühl enden. Das Zwiebelprinzip mit drei Schichten hat sich bewährt:
Wanderstöcke reduzieren nachweislich die Belastung auf Knie und Hüfte um bis zu 25 Prozent. Gerade in der zweiten Hälfte eines langen Marsches sind sie Gold wert. Wer mit Stöcken nicht vertraut ist, sollte sie vorher ausgiebig auf kürzeren Touren testen, da ein falscher Einsatz die Gelenke zusätzlich belasten kann.
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