Ruhrgebiet
Mammutmarsch

Mammutmarsch

Ruhrgebiet (Duisburg)

Abgeschlossen
25.04.2026 2.6 (1 Bewertung)
30 km 42 km 55 km

Bewertungen (1)

2.6

Gesamtbewertung

Schwierigkeitsgrad

Fotos

C
Christian
12.05.2026 30 km
2.6
Strecke & Erlebnis
Verpflegungspunkte
Helfer vor Ort
Sanitäre Anlagen
Parken & Anreise
Kommunikation
Preis-Leistung

Schwierigkeitsgrad: 1/5

Nachdem wir 2025 bereits den Mammutmarsch Dortmund gelaufen sind und davon wirklich positive Erinnerungen mitgenommen haben, waren wir auch auf den Mammutmarsch Duisburg gespannt. Duisburg passte mit seinem Ruhrgebietscharme eigentlich perfekt dazu. Diesmal sind wir gemeinsam mit Freunden gestartet und haben deshalb die 30 Kilometer gewählt.

Was beim Mammutmarsch generell leider immer wieder negativ auffällt, ist die fehlende Kommunikation zur Strecke im Vorfeld. Man erfährt kaum etwas über Höhenmeter, Untergrund oder den groben Verlauf. Gerade für Leute, die anreisen oder ihre Kräfte etwas planen möchten, ist das wirklich schwierig. Erst wenige Wochen vorher kam dann die Info, dass bei den 30 Kilometern Start und Ziel nicht am gleichen Ort liegen. Dadurch mussten wir unsere komplette Anreise und Parksituation neu planen. Letztlich haben wir etwas außerhalb vom Innenhafen geparkt, sind zum Start gelaufen und wollten später mit dem Shuttlebus zurück.

Der Startbereich im Hafen hatte aber direkt diesen typischen industriellen Ruhrgebietscharme und das hat atmosphärisch wirklich gut gepasst. Auch die Strecke selbst hat uns positiv überrascht. Zwar gab es viel Asphalt und harte geschotterte Wege, aber trotzdem auch überraschend viele grüne Abschnitte. Gerade rund um ehemalige Industrieflächen war es teilweise deutlich grüner als erwartet. Insgesamt hatte die Strecke genau diesen Ruhrgebietscharme, den wir uns erhofft hatten.

Leider gab es bei der Organisation dann einige deutliche Schwächen. Wir waren in Startgruppe 38 und an den Verpflegungspunkten war vieles schon stark abgegrast. Getränke, Obst und andere Dinge waren teilweise kaum noch vorhanden oder wurden sehr zurückhaltend ausgegeben. Das war schon enttäuschend. Auch die Dixiklos waren in den späteren Startgruppen komplett überfüllt und für unsere weibliche Begleitung teilweise wirklich nicht mehr zumutbar. Das war an einigen Punkten grenzwertig. Natürlich konnte man teilweise irgendwo in die Büsche ausweichen, aber bei so großen Veranstaltungen sollte das eigentlich besser gelöst sein.

Auch auf der Strecke selbst hat man nur sehr wenige Ordner gesehen. Teilweise galt das auch für die Parksituation. Das wirkte stellenweise etwas unkoordiniert. Die Fotografen von Sportograf haben wir ebenfalls kaum gesehen. In Dortmund waren damals deutlich mehr unterwegs.

Richtig problematisch wurde es dann nach dem Zieleinlauf. Das Ziel selbst war zwar maximal rustikal und industriell und damit eigentlich der perfekte Ruhrgebietsabschluss, aber die Rückreise mit Shuttlebussen und Parkplatzabfahrt war eine Vollkatastrophe. Wir hatten noch Glück und haben einen Shuttlebus erwischt, der gerade noch rauskam. Freunde von uns standen teilweise bis zu vier Stunden auf dem Parkplatz fest und es ging praktisch nichts mehr vorwärts.

Wenn man ein Gesamtfazit ziehen möchte, dann hat der Mammutmarsch vor allem ein Kommunikationsproblem. Rückfragen per E Mail, WhatsApp oder Instagram laufen oft ins Leere und viele organisatorische Infos kommen zu spät oder gar nicht. Dazu kommen die bekannten Probleme mit Parksituation und teilweise schwacher Verpflegung.

Trotzdem bleibt es insgesamt eine solide Veranstaltung mit besonderem Ruhrgebietsflair und schönen Streckenabschnitten. Man merkt aber auch deutlich, dass bei Organisation und Kommunikation noch viel Luft nach oben ist.

Ruhrgebiet

Landschaft

Das westliche Ruhrgebiet rund um Duisburg wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. In der Praxis zeigt sich eine erstaunlich abwechslungsreiche Umgebung, die viele so nicht erwarten.
 
Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen komplett unterschiedlichen Eindrücken:

  •  ruhige Grünzüge und kleine Wälder 
  •  weite Felder zwischen dicht bebauten Bereichen 
  •  lange Wasserabschnitte entlang von Kanälen 
  •  markante Industriekulissen aus Stahl und Beton 

Gerade die Kombination macht den Reiz aus. Natur steht hier nicht im Gegensatz zur Industrie, sondern existiert direkt daneben. Orte wie der Landschaftspark Duisburg Nord zeigen das besonders deutlich. Auch Bauwerke wie der Tetraeder Bottrop setzen visuelle Highlights in einer ansonsten eher flachen Region.

Strecke und Untergrund

Die Wege sind insgesamt einfach zu laufen. Technisch gibt es kaum Herausforderungen. Typisch sind:

  •  asphaltierte Wege 
  •  breite Schotterstrecken 
  •  ehemalige Bahntrassen 
  •  lange Abschnitte entlang von Kanälen 

Das Profil ist überwiegend flach. Es gibt leichte Wellen, aber keine nennenswerten Anstiege. Die eigentliche Schwierigkeit entsteht durch:

  •  lange gerade Passagen 
  •  gleichmäßigen Untergrund 
  •  wenig Variation über mehrere Kilometer 

Das fordert vor allem mental.
 

Duisburg liegt am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr und bietet Wanderern eine Landschaft, die von Flussufer, Auenwäldern und parkähnlichen Grünflächen geprägt ist. Der Rheindeich ist eine der beliebtesten Wanderrouten der Stadt: Flach und gut begehbar eignet er sich für lange Wanderungen in beide Richtungen, ob rheinabwärts Richtung Niederrhein oder rheinaufwärts durch die Rheinmetropole. Der Duisburger Stadtwald im Süden der Stadt bietet dichte Waldwege auf rund 618 Hektar und ist ganzjährig gut begehbar. 

Für Wanderer, die mehr als eine Tagestour suchen, ist Duisburg ein idealer Einstiegspunkt in die Rheinschiene: Der Fernwanderweg Rheinsteig und der Niederrheinische Jakobsweg verlaufen durch die Region und ermöglichen mehrtägige Wanderungen mit Streckenlängen von 20 bis über 40 Kilometern pro Etappe. 

Die beste Wanderzeit in Duisburg und dem Ruhrgebiet ist das Frühjahr und der Herbst. Dann sind die Wälder und Uferwege besonders reizvoll und die Temperaturen ideal für lange Wanderungen. Volkswanderungen und Wanderevents rund um Duisburg nutzen häufig die gut ausgeschilderten Routen entlang von Rhein und Ruhr als Streckenbasis. 

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